Bildungsangebot

Das Deutsche Damast- und Frottiermuseum hat die Aufgabe die Tradition der ortsansässigen Textilindustrie zu bewahren und diese an historischen Textilmaschinen vorzuführen.
Von 1666 bis 1933 stellten die Großschönauer handgewebten Damast, ein edles Bildgewebe von hoher Qualität, her. Fast dreiviertel der Dorfbewohner lebten von der Damastweberei. Vereinfacht wurde die komplizierte Herstellung 1834 durch die Einführung der Jacquardmaschine im Dorf.

Auch die Frottierweberei hat in Großschönau eine lange Tradition. 1856 wurde der erste Frottierhandwebstuhl Deutschlands aufgestellt. 1886 gab es die ersten mechanischen Frottierwebstühle in den örtlichen Textilfabriken. In den 1970er und 1980er Jahren wurde der Höhepunkt erreicht. Der sozialistische Großbetrieb VEB Frottana war der größte Frottierwarenhersteller in Europa.
Das Museum zeigt technische Raritäten, die es nur noch in Großschönau gibt: einen funktionstüchtigen, rekonstruierten Damasthandwebstuhl aus dem Jahre 1835 und den letzten Frottierhandwebstuhl Deutschlands. In der Schauwerkstatt kann man in der vergrößerten textiltechnischen Ausstellung die Entwicklung vom Garn bis zur fertigen Konfektion bei Glattgeweben und bei Frottierwaren nachvollziehen. In der Damast-‚Schatzkammer‘ ist eine einmalige Sammlung von Damasten aus drei Jahrhunderten zu sehen.

Angebote der Museumspädagogik