Frottier

1856 lief in Großschönau der erste Frottierhandwebstuhl Deutschlands. 1886 arbeitete bereits sein mechanisches Äquivalent in den örtlichen Fabriken. Bis heute werden in Großschönau Frottiergewebe hergestellt. Etwa 5000 Frottierwaren aus dem 19. bis 21. Jahrhundert dokumentieren im Deutschen Damast- & Frottiermuseum das gesamte vor Ort gefertigte Sortiment. Der einzige funktionstüchtige Frottierhandwebstuhl in Deutschland ist ebenso im Museum zu erleben.

Frottier ist ein Schlingengewebe aus zwei Längs- (Kette) und einem Querfadensystem (Schuss). Im Vergleich zum Flachgewebe kann Frottier dank des höheren Materialeinsatzes – in Gestalt der Schlinge – mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Mit seiner hohen Saugfähigkeit eignet es sich hauptsächlich für Heimtextilien wie Handtücher, Badematten und -mäntel.

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