Sonderausstellungen

„Warum Dresden…?“ Ein Zeitzeugenprojekt des Jüdischen FrauenVereins Dresden e.V.
7.3.-21.3.2018

Vom 7.3. bis 21.3.2018 gastiert ein außergewöhnliches Ausstellungsprojekt im Deutschen Damast- und Frottiermuseum, das vom Jüdischen FrauenVerein Dresden e.V. konzipiert wurde. Es beleuchtet ein wichtiges und nach wie vor aktuelles Kapitel der jüdischen Migrationsgeschichte: Als 1991 die Sowjetunion zerbrach, erwachten Nationalismus und Antisemitismus in den autonom gewordenen Republiken. Für viele Juden aus der einstigen UdSSR wurde Deutschland, so auch Dresden, ein wichtiger Zufluchtsort. In den letzten beiden Jahrzehnten sind im Rahmen der „jüdischen Zuwanderung“ mehr als 220.000 Menschen nach Deutschland gekommen. Was veranlasste diese Menschen ihre Heimat zu verlassen, welche Erfahrungen mussten sie hier als ethnische Minderheit machen? Und mit welchen Herausforderungen haben sie bis heute in Deutschland zu kämpfen? Diesen Fragen spürt die Wanderausstellung, die seit 2011 in über 100 Schulen, Bürgerbüros, Bibliotheken und Museen gezeigt wurde, in Zeitzeugen-Interviews nach. Auf zwölf 1,60 m hohen Stelen wird die persönliche Geschichte jüdischer Zuwanderer erzählt. Was dieses Projekt darüber hinaus so besonders macht: Am 7.3 und am 21.3. (jeweils von 11.00 bis 13.00 und 14.00 bis 16.00 Uhr) sind auch die jeweiligen Zeitzeugen zu Gast im Deutschen Damast- und Frottiermuseum und berichten vor Ort von ihrem persönlichen Verfolgungsschicksal sowie ihrem „neuen“ jüdischen Leben in Dresden.