Damasthandzugwebstuhl

Die Aufgabe des Deutschen Damast- und Frottiermuseums ist die Bewahrung der besonderen Textiltraditionen Großschönaus. Hier wurde 1666 erstmals in Deutschland Damast gewebt und die deutsche Frottierindustrie nahm 1857 ihren Anfang.

An fast 30 funktionstüchtigen Textilmaschinen kann die technikgeschichtliche Entwicklung nachvollzogen werden. Unter den 12 Webstühlen befinden sich auch der wohl einzige funktionstüchtige Damasthandzugwebstuhl sowie der letzte Frottierhandwebstuhl Deutschlands.  In der 1996 mit Hilfe des Fördervereins neu errichteten Schauwerkstatt lässt sich die Herstellung textiler Erzeugnisse vom Garn bis zur Konfektion nachvollziehen. Der Besucher erlebt im Museum die Herstellung unterschiedlicher Gewebe, die er anschließend als Souvenir erwerben kann.


Eine weitere Attraktion ist die einmalige Sammlung wertvoller Damaste aus drei Jahrhunderten. Weiterhin zeigen wir Ihnen bürgerliche Wohnkultur, sakrale und bildende Kunst (u.a. Johann Elias Zeißig genannt Schenau, Max Langer) sowie eine naturkundliche Sammlung.


Das Museum ist eine kommunale Einrichtung der Gemeinde Großschönau und befindet sich am Ufer des Flusses Mandau in einem, aus dem Umgebindehausensemble hervortretenden, ehemaligen Damastfabrikantenhaus. Es wird wegen seiner Dachdeckung im Volksmund auch als „Kupferhaus“ bezeichnet und gehört zu den bemerkenswertesten Gebäuden Großschönaus.