1796 übernimmt Waentig von seinem Schwiegervater die sogenannte „Großschönauer Damastmanufaktur“. 1807 gründet der inzwischen 50-jährige seine eigene Firma „Christian David Waentig und Söhne“ für die Herstellung und den Handel von Damasten. Im gleichen Jahr veranlasst er den Bau des heutigen Museumsgebäudes als repräsentatives Wohn- und Geschäftshaus. 1844 übernimmt Christian Davids Sohn Karl Gottlob Waentig sen. den Betrieb … eine Firmengeschichte, die sich durch den Ort zieht und bis zur heutigen Damino GmbH verfolgen lässt.
Damino GmbH – Damastweberei
Waltersdorfer Straße 2 | als Bleicherei 1836 erbaut | heute Firmensitz Damino 1834 erhöht die Einführung der Jacquardmaschine in Großschönau den Bedarf an Bleichkapazität. | 1836 errichtet die Firma Christian David Waentig und Söhne hier eine Bleicherei. | 1919 übernimmt die Julius Langes Leinen-Industrie A. G. den Standort. | 1945 Enteignung | ab 1953 Zuordnung zu größeren Betriebseinheiten | 1988 Integration in den VEB Frottana | 1990 Umstrukturierung unter Treuhandverwaltung | 1994 endgültige Privatisierung | seit 2003 autarkes Mitglied der Daun & CIE AG
Firma Richter & Goldberg – Damast-, später auch Frottierweberei
Spitzkunnersdorfer Straße 17 | 1884 erster Fabrikbau, bis 1925 erweitert | 2010 abgerissen Ab 1864 gehört zum Dresdener Damasthandelshaus Proelß eine Manufaktur in Großschönau – nach Proelßs Tod übernehmen Theodor Richter und Richard Goldberg die Firma. | 1884 erstes Fabrikgebäude | 1885 eigene Betriebskrankenkasse | 1889 Inbetriebnahme mechanischer Frottierwebstühle, daneben weiter Damast-Handweberei | 1904–1907 Bau einer vierstöckigen Fabrik | 1913 360 mechanische Webstühle, 650 Arbeiter | ab 1943 Rüstungsproduktion der Firma Robot | nach 1945 wieder Weberei | 1959 staatliche Beteiligung | 1972 Verstaatlichung | ab 1975 Teil des VEB Frottana – hier nur noch Konfektion
Firma Lieske & Häbler – Damast-, später Frottierweberei
Fabrikgebäude Niedere Mühlwiese 12 | 1873 erbaut | 2000 abgerissen 1788 beginnt Johann Gottfried Lieske hochwertige Damaste für den russischen, englischen und sächsischen Hof zu fertigen. | 1827 Aufnahme von Carl Gotthelf Häbler in die Firma | 1856 webt das Unternehmen als eines der ersten im Ort Frottierstoffe. | 1862 Umbenennung in Lieske & Häbler | 1910 Kauf der Firmengebäude Härtig sen. (Niedere Mühlwiese 12) | 1932 Übernahme durch die Familie Pötschke | ab 1937 Produktion für militärische Zwecke | 1946 Verstaatlichung | ab 1975 Teil des VEB Frottana
Firma E. J. Eichler – Frottierweberei
Prof.-Krumbholz-Straße 1 a | 1893 erbaut | heute Betreutes Wohnen 1883 gründet Ernst Julius Eichler eine Mechanische Weberei als Spezialfabrik Baumwollener und Leinener Frottierwaren. | 1897 Kauf des 1893 für Carl Adolf Kunze errichteten Gebäudes | 1906 Ausbau der Fabrik | 1925 arbeiten hier 100 Webstühle. | 1972 Verstaatlichung als VEB Frottiermode | bis 1978 Frottierweberei als Teilbetrieb des VEB Frottana | bis 1989 Wohnheim für Arbeitskräfte aus Mosambik
Frottana Textil GmbH & Co KG – Frottierweberei
Waltersdorfer Straße 54 | 1970 erbaut | heute Firmensitz Frottana 1946–1980 Zusammenschluss mehrerer Betriebe zum VEB Frottana. Nutzung der neuen Webtechnologien Malipol und Liropol zur Deckung des Inlandsbedarfs – Export der hochwertigen Frottiertücher und Bademäntel. Überbrückung des Facharbeitermangels durch Vertragsarbeiter aus Mosambik und Vietnam sowie Lohnarbeit in der Tschechoslowakei und in Polen. | 1988 Jahresproduktion von 25,6 Millionen Quadratmetern Frottierstoff | 1992 Privatisierung des Treuhandunternehmens durch die Vossen-Gruppe Gütersloh – umfangreiche Investitionen
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